Dienstag, 28. April 2015

Jürgen Rath - Die Namenlosen von Amrum

Genre: Krimi
Autor:Jürgen Rath
Seitenanzahl: 384 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3954004553
Verlag: Sutton Verlag
Erscheinungsdatum: 18. Februar 2015
Reihe: Archivar Steffen Stephan #2

Erster Satz: Die Fähre pflügte durchs Watt und nahm Kurs auf die Halligen, die sich wie gestrandete Schiffe am Horizont aufreihten.



Inhalt: Der Archivar Steffen Stephan bekommt den Auftrag einen Friedhof von gestrandeten Seeleuten auf der Nordseeinsel Amrum zu erkunden und einen Bericht über ihn zu schreiben. Allerdings sind die Bewohner der Insel nicht begeistert und Steffen kommt nicht voran mit seinen Recherchen. Später taucht eine Praktikantin des Instituts auf, die Steffen helfen soll, das Geheimnis des Friedhofs zu lüften. Bald merken die beiden, das etwas auf dieser Insel nicht stimmt und geraten in Schwierigkeiten.

Meine Meinung: Das Buch spielt in den 60er Jahren. Das interessante an diesem Aspekt ist, zu erfahren wie Forschungsarbeit ohne das Internet (Google und Co.) funktioniert. Viel rumtelefonieren, sich Nächte um die Ohren schlagen um Archive zu durchstöbern und viel Befragung von Menschen. Ein toller Einblick in die Geschichte der Recherchearbeit. Die Geschichte beginnt auf der Fähre Richtung Amrum. Steffens Chef schickt in dorthin,wo er den Friedhof der Namenlosen erforschen soll. Steffen ist nicht sehr begeistert willigt aber  ein. Die Geschichte wechselt zwischen der Sicht von Steffen und der Sicht einer Schiffsmannschaft aus den 50 er Jahren. Ich wusste nicht, dass es sich bei dem Buch um den zweiten Band einer Reihe handelt. Den ersten habe ich nicht gelesen, aber ich konnte dieses Buch auch gut als eigenständigen Fall lesen. Direkt angesprochen hat mich das Cover. Ich finde es schön und passend.  Zwischendurch wirkte das Buch durch seine Längen leider etwas verwirrend. Der Leser lernt viele Inselbewohner kennen, die alle ihre Eigenarten haben. Dies fand ich sehr sympatisch. Trotz des vielversprechenden Titel des Buches fehlte mir leider ein wenig die Spannung. Die Geschichte um den Friedhof ist aber durchaus sehr interessant und man ist gespannt, was die beiden als nächstes rausfinden. Die Charaktere Steffen und Lilianne sind beide sehr unterschiedlich und das macht die Beziehung zwischen den beiden bei der Recherche zu etwas Besonderem und  bringt einen zum schmunzeln.
Der Autor hat großartige Recherchearbeit geleistet, da es diesen Friedhof auf Amrum wirklich gibt. Eine Mischung aus Krimi & historischen Begebenheiten machen dieses Buch zu etwas Besonderem. 

Fazit: Schöner unblutiger Insel-Krimi, der leider zu viele Längen hat. Der erste Band ist schon auf meiner Wunschliste :-)

3 von 5 Sternen

Sonntag, 5. April 2015

Armin Maiwald - Aufbau vor laufender Kamera

Genre: Biografie
Autor: Armin Maiwald
 Seitenanzahl: 336 Seiten
Format: Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3462047455
Erscheinungsdatum: 08. Januar 2015



Erster Satz: " Es gibt zwei Leute, die daran schuld sind, dass Sie das Folgende lesen." 



Inhalt: Jedes Kind kennt ihn, oder zumindest seine Stimme. Armin Maiwald, Miterfinder der Sendung mit der Maus, lässt in diesem Buch einen Einblick in sein Leben vor und hinter der Kamera zu. Anlässlich zu seinem 75. Geburtstag erschien dieses Jahr seine Biografie.

Das Cover: Eine wunderschöne Idee ein Portrait vor dem Kölner Dom zu machen. Auch die Maus ist vertreten, allerdings so das der Leser erkennt, dass es hier hauptsächlich um Herrn Maiwald geht (Aber auch ein bisschen um die Sendung mit der Maus).  

Meine Meinung: Auch ich bin natürlich mit Armin Maiwald und der Sendung mit der Maus groß geworden. Daher habe ich mich über diese Biografie sehr gefreut. Herr Maiwald erzählt sehr detailreich von seiner Kindheit während des Krieges, sein Leben nach dem Krieg und sein Beginn beim Fernsehen. Gleichzeitig erfährt der Leser viel über die Entstehung der ersten Filme und deren Entwicklung bis heute. Wie dreht man so eine Sachgeschichte und was steckt dahinter? Ich habe gestaunt wie aufwendig und mit wieviel Liebe die berühmten Sachgeschichten produziert werden.
Aber auch viel Privates und Rührendes erzählt Herr Maiwald den Lesern, alles auf eine sehr natürliche Art, so wie er es gesehen und erlebt hat. Wie war seine Kindheit nach dem Krieg? Sein Familienleben? Seine Teenagerzeit? Er lässt keine Fragen offen. Oft hört man auch den kölschen Humor raus, den Armin Maiwald ist bis heute ein kölsches Urgestein. Ich mag seine Erzählstimme sehr und freue mich noch auf viele Lach- und Sachgeschichten von diesem beeindruckenden Menschen, der das deutsche Kinderfernsehen mehr als geprägt hat.
Das Buch hat Herr Maiwald seinen Kindern und seiner Frau gewidmet. Neben privaten Informationen und Geschichten, gibt es auch einige schwarz-weiss Bilder zu sehen, die unteranderem seine Kindheit zeigen.

Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag für das Rezensionsexemplar.