Dienstag, 8. September 2015

Stefanie Kasper - Das Haus der dunklen Träume

Genre: Roman
Autor: Stefanie Kasper
Seitenanzahl: 414 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3442474028
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 17. 02. 2014

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Erster Satz: "Die Frau fuhr ruckartig hoch."

Inhalt: Annika lebt mit ihrem Freund Daniel in München. Nach aussen hin scheint alles perfekt. Doch Annika fehlt etwas und glücklich ist sie schon lange nicht mehr.
Da entdeckt sie eines Tages eine Anzeige in der steht, dass ein alter Bauernhof in ihrem Heimatdorf zu verkaufen ist. Ohne lang zu überlegen kauft Annika den Hof und will einen Neubeginn starten. Doch der Hof ist nicht so friedlich wie er scheint. Nachts hört sie unheimliche Geräusche. Zusammen mit Victor, der seine Abschlussarbeit über den Hof schreiben will, macht Annika sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Hofes.


Meine Meinung: Dieses Buch ist wirklich ein Roman und kein Thriller. Gänsehaut wollte leider nur selten aufkommen. Auch wenn einige Stellen sehr gut beschrieben waren, wirkte der Hof nicht sonderlich bedrohlich. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit in denen mit starkem bayrischen Akzent gesprochen wird. Keine Sorge auch als Nicht-Bayer kann man es gut verstehen. Die Figuren sind sympatisch, vorallem Annika´s Familie fand ich sehr liebevoll. Aber es gab auch Figuren gegen die man echte Abneigungen entwickelt und ich denke dass ging vielen Lesern so. Jeder in diesem Buch hat seine eigene Geschichte, dass finde ich sehr bemerkenswert. Man lernt viele Menschen aus dem Dorf kennen und schnell merkt man, dass jeder jeden kennt. Am Ende bleiben keine Fragen offen und vieles wird entschlüsselt, was mir sehr gut gefallen hat.
Was ich ein bisschen übertrieben fand, war die Art der Rückblenden. Denoch lässt sich das Buch flüssig lesen und die Handlung ist spannend. Allerdings fand ich einige Punkte so übertrieben, dass sie mich gestört haben.

Fazit: Ein spannendes Buch mit dunklen Geheimnissen.

4/5 Sterne

Samstag, 5. September 2015

Klaus-Peter Wolf - Ostfriesenfeuer

Genre: Krimi
Autor: Klaus-Peter Wolf
Seitenanzahl: 528 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3596190430
Verlag: Fischer Verlag
Erscheinungsdatum:17.02.2014
Reihe: 8. Fall für Ann Kathrin Klaasen

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Erster Satz: "Ein paar Jugendliche hielten es nicht länger aus und zündeten ihre Osterfeuer schon vormittags an."

Inhalt: Ann Kathrin und Frank haben sich im Ostfriesischen Teemuseum in Norden das Ja - Wort gegeben und feiern dies nun gemeinsam mit Freunden und Kollegen am Osterfeuer in Norddeich. Als sie am nächsten Morgen in die Flitterwochen aufbrechen wollen, bekommen sie einen Anruf. Rupert, der die Nacht am Strand verbracht hat, entdeckt in den Resten des abgebrannten Osterfeuers etwas, das allen die Haare zu Berge stehen lässt. Noch ahnt Ann Kathrin nicht, dass ihr 8. Fall auch ihr persönlichster wird.

Meine Meinung: Die einzelnen Abschnitte im Buch sind immer mit einem kleinen Seehund makiert, was ich sehr schön finde.
Herr Wolf umschreibt seine Geschichten so präzise und nah an der Wirklichkeit, dass man wie immer bei seinen Ostfriesenkrimis Lust auf  "Meer" bekommt. Auch wenn diese exakten und detailreichen Beschreibungen der Orte längst zu seinem Markenzeichen geworden sind, ist auch die Geschichte diesmal ein auf und ab für den Leser. Man bangt mit den Protagonisten und leidet mit den Charakteren.
Jeder seiner Charaktere hat seinen eigenen Charme und den haben sie während der gesamten Reihe nicht verloren. Sei es nun Ann Katrin die ein wahrer Workaholic ist und oft auf eigene Faust handeln will, Frank Weller der gutmütig und unterstützend ist oder Rupert der von einem in das nächste Fettnäpfchen tritt aber auch seine guten Seiten hat. 
Ich bin ein absoluter Reihenleser. Ich mag es wie sich Figuren weiterentwickeln. In diesem Buch tun die Figuren das sehr deutlich. Die Kriminalpolizei Aurich muss hier einen derben Schlag verdauen aber sie haben kaum Zeit dafür. Da es schon wieder zu einem Fall kommt. Oder hängen die Fälle zusammen ? Viele Personen sind in den Fall verwickelt, was sich zum Schluss hin genial auflöst. Die verschiedenen Handlungsstränge passen so gut zusammen, dass sie den Leser nicht verwirren und das Ende absolut nicht vorhersehbar ist. 
Der Leser wird richtig mitgerissen. Und das alles passiert im schönen Ostfriesland. Detailreiche Schilderungen der Umgebung und einen sehr spannender Fall der mich als Leser mitgerissen hat und bis zum Ende überraschen konnte.

Fazit: Absolut spannend bis zur letzten Seite. Morde und Meeresrauschen. Ein Krimi der Spitzenklasse !!

5/5 Sterne